Hauptstadtinszenierungen in Zentralasien Er ist zu aller erst Mitglied der Umma, der religiösen Gemeinschaft. Diese verbindet die Kulturen innerhalb der islamischen Welt. Die Besonderheit der orientalischen Stadt liegt, wie es im ersten Tell bereits deutlich gemacht wurde, in der Verknüpfung von Lebensweise und Architektur. Für frühe Stadttypen mag dies nicht ungewöhnlich erscheinen, doch das Verbreitungsgebiet, von Südspanien bis nach Indien, lässt auf eine außerordentlich erfolgreiche Konzeption schließen. Allem voran steht hierbei die Kombination von religiöser Weltanschauung, kulturgeographischen Gegebenheiten und bereits vorhandener Lebensweise. Die orientalische Stadt ist somit geprägt durch die Adaptionsfähigkeit neuer Einflüsse durch die islamische Kultur, welche bis in die heutige Zeit die modellhaften Verhaltensweisen der Urgemeinschaft mit sich führt.Der Ausdehnungsbereich des Islam liegt größtenteils im ariden und subariden geographischen Gürtel, in einem Landstrich, der durch die uralte Symbiose von nomadischer Wohnkultur mit der langen Tradition von Sesshaftigkeit unter den Bewohnern fruchtbarer Bereiche geprägt ist. In dieser Mischung ist der Ursprung des islamischen Siedlungswesens zu finden, weiches durch die Bindung der islamischen Kultur an Handel, zusammen mit den differenzierten sozialen Entwicklungen, die Bildung einer städtischen Gemeinschaft förderte. |