Wüstenkreise
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Vorislamische Einflüsse (Nomadentum/regionale Stile)

Geographische Bedingungen

Neben den religiösen Ideen waren vor allem bestimmte kulturgeographische Bedingungen für den Charakter der muslimischen Architektur und seiner Raumkonzepte von Bedeutung. Der Ausdehnungsbereich des Islam befindet sich nicht von ungefähr hauptsachlich im ariden, subariden geographischen Gürtel der Wüsten und Steppen von Nordafrika und Zentralasien. Dort findet man weite Gebiete mit nomadischer Lebensweise in denen es eingestreute Bereiche mit langer sesshafter Tradition, wie zum Beispiel Mesopotamien, das Niltal und die Oasen des Maghreb gibt.
Schon zur Zeit Mohammeds gab es dort ein hoch entwickeltes Handelssystem der Nomaden zwischen den Siedlungszentren aber auch zwischen Europa und Fernost.
Jedoch war der Islam aufgrund seiner sozialen Implikationen mehr eine urbane, als eine ländliche Religion. Deshalb fand die Islamisierung meist zuerst in den Städten als in den ländlichen Gebieten statt. Im Laufe der Zeit wurden diese Gebiete mehr und mehr vernachlässigt.

Der Bauer stand in der sozialen Hierarchie der islamischen Gesellschaft an unterster Stelle. Die landwirtschaftliche Bewirtschaftung diente vorwiegend zum Erhalt des städtischen Lebens und konzentrierte sich in den Oasen beziehungsweise an Flussläufen. Weite Räume blieben so ohne intensive landwirtschaftliche Bewirtschaftung als Gebiete nomadischer Lebensweise.

Dieser Kulturraum war demnach seit jeher geprägt von dem Gegensatz zwischen einer relativ hoch entwickelten Zivilisation in den Städten und der sehr einfachen nomadischen Lebensweise, die jedoch in einer engen Symbiose zueinander standen.
Die Oasen bildeten sozusagen Inseln des sesshaften Lebens, der städtischen Zivilisation. Die Städte waren Häfen in einem Wüstenmeer der Einöde, nur verbunden durch Karawanenwege. Besiedlung fand nur an solchen Orten statt, die den Nomaden einen besonderen Anreiz für Sesshaftigkeit boten. So bildeten sich
statt eines weiträumigen, flächendeckenden Besiedlungsraumes einzelne wenige Kristallisationspunkte der Sesshaftigkeit heraus.

Diese Art der Besiedlung ist Ausdruck des multipolaren Gesellschaftsbildes der orientalischen und später auch der islamischen Kultur. Die Bildung vieler kleiner autonomer Zellen aus denen sich mit zunehmendem Wachstum das Geflecht eines größeren Zusammenhangs ergibt, ist in räumlicher wie in gesellschaftlicher Hinsicht ein wesentliches Merkmal des kulturellen Selbstverständnisses.

Gesellschaftliche Einflüsse

Das ständige Kräftespiel zwischen Nomaden und Sesshaften kann als ein Grundmuster des islamischen Kulturverlaufs betrachtet werden. Schon in der vorislamischen Zeit gab es in diesem Kulturraum immer wieder periodisch wiederkehrende Eroberungswellen von Städten und Staatsgebilden durch nomadische Stämme. Die islamische Welt unterstand, im Gegensatz zur europäisch christlichen Kulturgeschichte, einer ständigen Wiederholung ähnlicher Entwicklungsgrundsätze unter veränderten Vorrausetzungen. Die islamische Kultur ist deshalb, im Gegensatz zum Fortschrittsbegriff in der westlichen Gesellschaft, eher von einem zyklischen Weltbild geprägt.

Die Idee von der Auffrischung der verweichlichten städtischen Gesellschaft durch frische Nomadenstämme als notwendige Voraussetzung für eine erfolgreiche städtische Zivilisation hatte deshalb in der islamischen Geistesgeschichte eine lange Tradition. Die Sippe, sowie auch der Stamm galten im Islam als die reine Lebensform.

Nach lbn Chaldun dem großen maghrebinischen Historiker und Kulturphilosoph des 14. Jahrhunderts ist der Stamm die notwendige Voraussetzung städtischen Lebens. Seiner Meinung nach haben sich nur so wertvolle nomadische Traditionen und Verhaltensmuster, wie zum Beispiel die inneren Bindungen, Blutsbande und Gefolgschaftstreue, die sich in reinem Glauben, frischer Tatkraft und einem hohen Ehrbegriff äußern, in der islamischen Gesellschaft erhalten können. Selbst heute sind noch vielfältige Übergänge zu halbnomadischer Lebensweise in der islamischen Stadt sichtbar geblieben. So basiert die städtische Struktur auf dem System der Clan- und Sippengesellschaft und dem Sippenzusammenhalt in den Quartieren.

Karawanserei. Bianca: Hofhaus und Paradiesgarten  
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Traditionen des Bauens

Die traditionelle islamische Architektur kann als Kristallisation ursprünglicher Lebensmuster angesehen werden.

Die Vorstellung, die Zelt, Haus und Stadt in der islamischen Bautradition verbindet, ist die vom Gegensatz zwischen Natur und Architektur, von der Weite des harten, unwirtlichen Außenraumes, dem der Mensch ungeschützt und hilflos ausgeliefert ist und dem gebauten Innenraum. Die Aufrechterhaltung dieser Grenze ist ein wesentliches Merkmal islamischer Architektur. Die archetypische Gebärde des Umschließens und Absonderns eines genau begrenzten Stück Raumes, das den geschützten Lebensbereich eines Einzelnen, einer Gruppe oder bestimmten Aktivität (Einfrieden) beinhaltet, ist als "Belebung toten Landes" im islamischen Recht erlaubt und erwünscht.

Die gleiche Besiedlungsform praktizierte man innerhalb der Städte. Die Sippe bekam ein Quartier zugewiesen, welches die Familien dann weiter unter sich aufteilten. Jedes dieser Quartiere bildete innerhalb der Stadt eine autonome Einheit deren zuführende Gassen zum Teil sogar Pforten besaßen, die verschlossen werden konnten, so dass kein Fremder unerlaubt eindringen konnte.

Der Ausbau eines einzelnen Grundstücks, einer besetzten Parzelle, fand ebenfalls vom äußeren Rand nach innen zu statt. Zuerst baute man die Mauer und danach fand die innere Gliederung beginnend an den Rändern in Richtung Grundstücksmitte statt.

Dieses Prinzip der Bildung eines schützenden, abgeschlossenen Raumgefäßes setzte sich bis in die kleinste Einheit fort.

Der Raum, sei es nur ein einzelner Raum, eine Parzelle oder ein städtisches Quartier, wird differenziert in qualitativ unterschiedliche Zonen von Öffentlichkeit. Die Haupterschließungswege besitzen den großen Grad an Öffentlichkeit, dessen Gehalt sich bis hin ins Wohnquartier, bis ins Haus oder den einzelnen Raum immer weiter verringert.

Dieses System der Raumorganisation ist Ausdruck ungeschriebener ritueller Bräuche, die oft auch wieder ihren Ursprung in der Lebensweise der Nomaden haben. Es ist jedoch innerhalb der städtischen Kultur des Islam immer mehr verfeinert worden.
Der Grundtyp dieses Systems ist das eigenständige Baugeviert. Es bildet die soziale und die räumliche Einheit, die von der Umgebung unabhängig ist.
Diese hat sich aus den Urformen des vorderasiatischen und nordafrikanischen Baus entwickelt.



Typen des Bauens

Zelte in der Sahara
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Zelte. Bianca: Hofhaus und Paradiesgarten  
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Das Zelt

Eine dieser Urformen ist zweifelsohne das Zelt. Es ist schon als vor dem unwirtlichen Klima schützende Hülle konzipiert und bildet einen abgeschlossenen Innenraum aus.
Das Innere ist unterteilt in verschiedene funktionale Zonen, die eine verschiedene Wertigkeit an Intimität besitzen. Es gibt einen männlichen und einen weiblichen Lebensbereich, wobei der männliche, näher

am Eingang gelegen auch für den Empfang von Gästen genutzt wird, während der weibliche für Fremde tabu ist und Funktionen des Haushalts, wie Kochen und ähnliches aufnimmt. Die Unterteilung des Raumes unternahm man mit Vorhängen, so dass sie bei Bedarf leicht geändert werden konnte.

Das Haus

Ähnlich zoniert ist auch das orientalische Haus. Die Zimmer sind entsprechend ihrer Funktion, wobei diese recht variabel ist, und ihrem Grad an Intimität vom äußeren Rand nach Innen zu gestaffelt angeordnet und bilden abgeschlossene Räume aus. Im Zentrum des Hauses befindet sich meistens ein begrünter Innenhof. Eine der Vorformen des Hofhauses ist die "Nuala", eine Art Gehöft der Ackerbau betreibenden Beduinen in Nordafrika. Sie besteht aus einer im Rechteck gepflanzten Kaktus oder Dornenhecke und aus einzelnen einem Innenhof zugewandten Hütten, die entlang der Umfriedung angeordnet sind. Später wurden die Hütten zu Zimmern und die Hecke wurde durch eine Mauer ersetzt.
In verdichteter Anordnung entstand so das typische maghrebinische Hofhaus.

Gehöft. Bianca: Hofhaus und Paradiesgarten
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Kasba-Zeichnung. Bianca: Hofhaus und Paradiesgarten
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Kasba. Bianca: Hofhaus und Paradiesgarten
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Die Siedlung

Eine der Vorläufer städtischer Anlagen sind die "Kasbas" im marokkanischen Süden. Sie bilden eine Art Wohnburg und sind nach einer alten, im gesamten vorderen Orient weit verbreiteten Bauweise, errichtet. Die Kasba besteht aus hohen geschlossenen Mauern auf rechteckigen Grundriss, vier mehrstöckigen Ecktürmen und innen um einen Innenhof herum, aus vier Pfeilern, die zwischen sich einen quadratischen Lichtschacht bilden. Um die Pfeiler läuft ein Umgang, hinter den die Zimmer angeordnet sind. Das Dach der obersten Etage dient hinter Zinnen bewehrter Mauer als Umlauf. Das einzelne Geviert der Kasba ist als selbstständige Einheit konzipiert, kann aber auch mit weiteren gekoppelt werden. Die Verbindung geschieht dann über innere Durchgänge bzw. schmale, überdachte Verbindungsgänge. Das Gebäude konnte so problemlos an das Wachstum der Sippe angepasst und zum Kern einer größeren Häusergruppe werden, die jedoch nicht als Ansammlung mehrer Häuser, sondern als Großhaus angesehen wurde. Es verfügte meist nur über einen Eingang, der im Falle eines Angriffs verfeindeter Stämme leichter zu verteidigen war.

Die Stadt

In einem größeren Zusammenhang sind die Wohnquartiere der traditionellen orientalischen Stadt strukturiert. Sie bilden eigenständige Zellen aus, die durch einige wenige Erschließungswege mit anderen Quartieren verknüpft sind. Diese Zellen bestehen aus wiederum aus kleineren Einheiten der Wohngebäude der einzelnen Familien. Die Stadt ist somit im Gegensatz zur europäischen Stadt ein Zusammenschluss einzelner autonomer Einheiten, die durch die Verknüpfung untereinander den Stadtkörper bilden. Diese Verknüpfung geschieht durch öffentliche Haupterschließungswege und von allen genutzte öffentliche Plätze und Einrichtungen.



Haus Mohammed. Bianca: Hofhaus und Paradiesgarten
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Anforderungen einer neuen islamischen Gesellschaft

Die Neuansiedlung Mohammeds und seiner Gefolgsleute in Medina gilt als das erste Beispiel für eine muslimische Siedlung. Das Haus Mohammeds in Medina war Versammlungs- und Gebetsort in einem. Hier trafen sich die Gläubigen um gemeinsam zu beten, aber beispielsweise auch, um sich den Rat Mohammeds bei ganz alltäglichen Problemen einzuholen. Die Anlage wurde später zum Vorbild für die ersten Moscheen. Dieser multifunktionale Charakter unterscheidet die Moschee von der christlichen Kirche. Seit Mohammed war sie als zentraler Versammlungsort konzipiert, in dem nicht nur gebetet, sondern auch wichtige Entscheidungen, die die Gemeinschaft betrafen geregelt wurden, ja sie diente teilweise sogar als Handelsplatz.

Durch den Zuzug von Anhängern Mohammeds nach Mekka vollzog sich bald eine Neuansiedlung in großem Maßstab. Diese Ansiedlung beruhte auf dem System der Zuteilung von unbesiedelten Standplatzen, den Chitat. (Einzahl Chitta) Die Chitat sind zur Besiedlung zugeteilte Standplätze für die Sippe beziehungsweise ganze Stämme. Diese waren dann kollektiv für die Nutzung, innere Gliederung, Bebauung und Aufrechterhaltung der Ordnung zuständig. Diese Quartiere hatten teilweise schon einen eigenen Versammlungs- und Gebetsplatz.

Das System der kollektiven Urbanisierung wurde später auch zum Vorbild für die Neugründung von Garnisonsstädten in den neu eroberten Gebieten. Diese Garnisonsstädte zeigten bereits erste Elemente der klassischen Struktur eines orientalischen Stadtzentrums. Zuerst entstand der Versammlungs- und Gebetsplatz. In unmittelbare Nähe siedelte sich der Markt an. Der Sitz der Verwaltung war oft in direkter Nachbarschaft der Moschee angeordnet, manchmal direkt an der Quiblamauer. Jedoch gab es keine mit einer europäischen Stadt vergleichbare geometrische Planungskonzepte. Sondern die Stadt organisierte sich eher nach dem Prinzip der Bildung von Chitat. Später entwickelte sich mit der Trennung von realer Machtausübung und religiöser Autorität eine Zweiteilung des öffentlichen Lebens. Die königliche Macht wurde als notwendiges Übel hingenommen. Bezeichnend für die ersten rein islamischen Neugründungen ist, dass sie nicht nach religiösen Prinzipien abgesteckt wurden, sondern nach dem Clan- und Stammesprinzip.

Gleiches galt auch für die gesellschaftliche Struktur. Das städtische Leben in der islamischen Gesellschaft beruht auf der Scharia, dem islamischen Gesetz, welches von Rechtsgelehrten, den Ulama, vertreten wird, an die sich jeder Gläubige halt, da es in der Religion verankert ist und für jeden gläubigen Muslim bindenden Charakter besitzt.
Im Gegensatz zur christlich, westlichen Gesellschaft besitzt der Muslim wenig Vertrauen in Institutionen, weil sie, von Menschenhand geschaffen, nur für das vergängliche weltliche Leben Bedeutung haben. Daher gab es von jeher wenige städtische Institutionen, außer der vom Herrscher gestifteten, wie dem Bad, dem Brunnen, Koranschulen oder Moscheen. Die islamische Gesellschaft basiert auf einem Vertragssystem. Der Herrscher geht einen Vertrag mit der Gemeinschaft ein, seine Herrschaft anzuerkennen unter der Bedingung, seiner Obhutpflicht. Jedoch hatte er bezüglich der sozialen Organisation innerhalb der Gesellschaft eingeschränkte Rechte.

Luftbild Fes
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Luftbild Fes
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Quartier Fes. Bianca: Hofhaus und Paradiesgarten
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Die Regelung öffentlicher Angelegenheiten fand meist in einer Art Selbstverwaltung durch den Rat der Alten statt. Die traditionelle städtische Gesellschaft im Islam war geprägt von einer weitgehenden Autonomie der verschiedenen sozialen Gruppen. Das Lebensgefüge der traditionellen islamischen Stadt ist aus einer Vielzahl sich selbst tragender Gemeinschaften zusammengesetzt. Menschliche Einrichtungen galten in der traditionellen islamischen Gesellschaft als Behelfsmittel für das Leben auf dem Weg zu Gott. Das Bild von der Stadt als Karawanserei auf dem Wege zu Gott erklärt vielleicht weshalb die Stadt im Islam keine ideologische Erhöhung erfahren hat und weshalb es in der islamischen Stadt, abgesehen von den wenigen Genannten, so wenige repräsentative Bauten gibt. Nach Ansicht des Muslim müssen Lebensraume offen für das Spiel des Schicksals bleiben. Die Gliederung der Stadt organisierte sich nach der Zugehörigkeit zu der entsprechenden sozialen Gruppe. Die traditionelle islamische Stadt bildete sich aus einem Gewebe von selbst verwalteten Territorien, die in sich autark, unabhängig voneinander, quasi nebeneinander existierten. Man kann hierbei von einer Art privatisierter Öffentlichkeit sprechen. Die Besonderheit der islamischen Gesellschaft ist das Selbstverständnis des Muslim als ein Bürger zweier Welten. Der vergänglichen diesseitigen und, als Mitglied der islamischen Glaubensgemeinschaft, der göttlichen, ewigen Welt. Er ist zu aller erst Mitglied der Umma, der religiösen Gemeinschaft. Diese verbindet die Kulturen innerhalb der islamischen Welt.

Die Besonderheit der orientalischen Stadt liegt, wie es im ersten Tell bereits deutlich gemacht wurde, in der Verknüpfung von Lebensweise und Architektur. Für frühe Stadttypen mag dies nicht ungewöhnlich erscheinen, doch das Verbreitungsgebiet, von Südspanien bis nach Indien, lässt auf eine außerordentlich erfolgreiche Konzeption schließen. Allem voran steht hierbei die Kombination von religiöser Weltanschauung, kulturgeographischen Gegebenheiten und bereits vorhandener Lebensweise.
Die orientalische Stadt ist somit geprägt durch die Adaptionsfähigkeit neuer Einflüsse durch die islamische Kultur, welche bis in die heutige Zeit die modellhaften Verhaltensweisen der Urgemeinschaft mit sich führt.

Der Ausdehnungsbereich des Islam liegt größtenteils im ariden und subariden geographischen Gürtel, in einem Landstrich, der durch die uralte Symbiose von nomadischer Wohnkultur mit der langen Tradition von Sesshaftigkeit unter den Bewohnern fruchtbarer Bereiche geprägt ist. In dieser Mischung ist der Ursprung des islamischen Siedlungswesens zu finden, weiches durch die Bindung der islamischen Kultur an Handel, zusammen mit den differenzierten sozialen Entwicklungen, die Bildung einer städtischen Gemeinschaft förderte.

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