Hauptstadtinszenierungen in Zentralasien Geschichte Vor mehr als 3000 Jahren lebten im Gebiet des heutigen Iran verschiedene indonesische Volksstämme, darunter die Meder und die Perser. Die Meder herrschten viele Jahrhunderte lang, bis sie 549 v. Chr. von Kyros II., dem König der Perser, unterworfen wurden. Dieser gründete das erste Persische Reich. Innerhalb von 30 Jahren wurde Persien zu einem Weltreich, es erstreckte sich schließlich vom Nil bis zum Indus im heutigen Pakistan und von Libyen bis Taschkent. Über 200 Jahre war das Persische Reich sehr mächtig. Durch die Perserkriege (500-494) zerfällt das Persische Reich. Da Griechenland als einziges nicht erobert werden kann, wird die Ausdehnung Persiens nach Westen gestoppt. Über 100 Jahre später (334) kommt Alexander der Große von Makedonien und erobert Persien und Ägypten. Es entsteht das Alexanderreich. Nach dem Tod Alexanders (323) zerfällt sein Reich in drei Teile: Ägypten (Ptolemäer), Syrien-Mesopotamien-Persien (Seleukiden) und Makedonien. Seit 200 n. Chr. übernimmt Rom die Vorherrschaft im Westen und die Seleukiden (später Parther) im Osten. 117 n. Chr. erreicht das Römische Reich seine größte Ausdehnung. Durch die Teilung des Römischen Reiches entsteht 395 n. Chr. das Byzantinische Reich mit der Hauptstadt Konstantinopel. Aus der frühbyzantinischen Periode ist eine beachtliche Menge profaner Architektur erhalten, aus der mittleren und späten dagegen weit weniger. Man hat ihr jedoch im Vergleich mit der kirchlichen Architektur nur sehr geringe Aufmerksamkeit geschenkt. In der Zeit zwischen 224 und 651 des Byzantinischen Reiches gewann die Sassaniden-Dynastie zwischen Euphrat und Tigris immer mehr an Einfluss und baute somit einen Schutzwall gegen zentralasiatische Nomadenstämme auf. Zwischen 633 und 661 erobern arabische Nomadenstämme einen Großteil des Byzantinischen Reiches. Die Ausbreitung des Islam beginnt. Er stellt die politische und kulturelle Einheit des Orients wieder her. Ab 661 gewannen die Omaijaden relativ großen Einfluss. 661 bis 750 durch die Kalifen in Damaskus, wo sie jedoch 749 durch die Abbasiden gestürzt wurden und Bagdad zur Hauptstadt erklärt wurde. Danach waren die Omaijaden 756 bis 1030 in Córdoba vertreten. Bei den Omaijaden nahmen erste einfache Moscheen den Bautypus des arabischen Wohnhofes auf. Nach der Verlegung der Kalifenresidenz nach Damaskus entstanden mehrere Moscheen (z.B. Große Moschee in Damaskus). Der dort entwickelte Typ der Hofmoschee mit mehrschiffigem Betsaal und Arkadenhof wurde verbindlich für alle späteren omaijadischen Moscheen (z.B. Basra und Kufa in Mesopotamien). Höhepunkt ist die 785 begonnene Moschee von Córdoba. Mosaiken und lnkrustationen nahmen hellenistische Stilformen auf. Erst in den Wüstenschlössern von Mschatta und Kusair Amra (Mitte 8.Jh.) entwickelte sich ein eigener Ornamentstil. Im Westen lebte die Kunst der Omaijadenzeit im maurischen Stil in Nord- und Nord-West-Afrika, sowie in Spanien weiter (11.-15. Jh.). Im 9. Jahrhundert wurden mehrere kleinere Dynastien gegründet. Es entstanden die Tahiriden (821- 872), die Saffariden (866-ca.900) und die Semaniden (874-ca.1000). Ab 961 bildeten sich die ersten Staaten türkischer Söldnerschaften in Ostivan und Mesopotamien. Im Jahre 1040 dringen die Seldschuken in den Iran ein und werden bis 1157 zum mächtigsten Staat im Vorderen Orient. Mit den Seldschuken drangen seit der Jahrtausendwende zentralasiatische Elemente in die islamische Kunst des Iran, Irak, Anatoliens und Syriens ein. Neue Bautypen wie der monumentale Grabbau, Medrese, sowie die "Vier-Iwan-Anlage" (Freitagsmoschee, Isfahan) wurden entwickelt. Ab 1258 erobern die Mongolen ganz Persien, sowie Bagdad. Dadurch ist die politische Einheit der islamischen Welt endgültig zerstört. Die Mongolen schufen berühmte Grabstätten. Die Verbindung von indischen und islamischen Formen im Palastbau führte zu reich dekorierten luftigen Kuppelbauten. 1453 erobern die Osmanen Konstantinopel und beenden die Zeit des Byzantinischen Reiches. Sie beginnen mit der Bildung des Osmanischen Reiches. In der Zeit des Osmanischen Reiches wurde die Moschee mit Zentralkuppel über quadratischem Grundriss durch den Baumeister Sinan in immer neuen Varianten gestaltet (SüIeiman-Moschee, Istanbul). Meisterhafte Stalaktiten, farbige Fliesen und Teppiche dominierten im Kunstgewerbe. Seit dem 15. Jahrhundert herrschen die Turkmenen in Teilen Persiens. Im 16. Jahrhundert werden die Turkmenen dann von den Safawiden besiegt. Ein neues Mächtegleichgewicht entsteht, da die Mongolenherrschaft gebrochen wurde. 1638 wird Bagdad von den Osmanen eingenommen. Seit 1683 wird das Osmanische Reich von Österreich und Russland verdrängt. Es hält trotzdem weiter Stand. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts erreicht Persien seine größte Ausdehnung. 1722 werden die Safawiden wiederum von den Afghanen besiegt. In der zweiten Hälfte lösen sich mehrere Provinzen ab (z.B. Afghanistan). 1813 verliert Persien Georgien, Transkaukasien und Teile Armeniens an Russland, das seit 1809 mit Großbritannien um Einfluss in Persien ringt. 1907 entsteht der russisch-britische ,"Petersburger Vertrag", in dem Persien in drei Teile geteilt wird. Der Norden geht an Russland, der Süden gehört zu Großbritannien und die Mitte soll neutral bleiben. Elf Jahre später 1918 bricht das Osmanische Reich zusammen. 1934 wird Persien zu Iran. |