Gechäftsniederlassung in Südkorea

Die positive Entwicklung der südkoreanischen Wirtschaft hat in den letzten Jahren eine Vielzahl international tätiger Unternehmen dazu veranlasst, hier eine Geschäftsniederlassung oder eine Filiale zu gründen. In Südkorea unterscheidet man zwischen vier Unternehmensformen Bei der Partnerschaftsgesellschaft (hapmyong-hwesa) müssen mindestens zwei Personen die Gründung beantragen. Diese sind insoweit voneinander abhängig, dass keine Partei ohne Zustimmung der anderen ihre Anteile verkaufen oder irgendwelche Geschäftsaktivitäten betreiben darf. Auch dürfen sie nicht ohne gegenseitige Zustimmung in anderen Unternehmen tätig werden. Wenn nicht explizit ein Geschäftsführer ernannt wird, so sind alle Gründer gleichberechtigt.

Die Gesellschafter haften auch mit ihrem Privatvermögen für eventuelle Verbindlichkeiten. Um dies zu verhindern, ist es möglich, das Unternehmen zu einer Partnergesellschaft mit beschränkter Haftung (hapja-hwesa) umzufirmieren. Das Einverständnis aller beteiligten Personen vorausgesetzt. Hierbei ist es wichtig, dass keine privaten Vermögen in das Unternehmenskapital einfließen. Auch hier hat jeder Partner das Recht und die Pflicht, das Unternehmen zu führen, es sei denn, etwas anderes wurde im Gesellschaftsvertrag vereinbart. Die dritte Unternehmensform ist die Aktiengesellschaft (joosik-hwesa). Zur Gründung reicht eine Person aus, eine Beschränkung der Anzahl von Gesellschaftern gibt es nicht. Zur Gründung müssen verschiedene Informationen über die Aktien angegeben werden. Das ist zum einen die Anzahl der ausgebenden Aktien zum Gründungszeitpunkt, der Wert pro Aktie und die Anzahl der Aktien, die insgesamt ausgegeben werden können.

Der Wert einer Aktie muss mindestens KRW 100 und das Mindestkapital muss mindestens KRW 50 Millionen betragen. Weiterhin muss eine Aktiengesellschaft über Gesellschafterversammlungen, Direktoren, einen Aufsichtsrat und einen Prüfungsausschuss verfügen. Bei der Gesellschaft mit beschränkter Haftung (yuhan-hwesa) reicht ebenfalls eine Person zur Gründung aus. Die Anzahl der Gesellschafter darf 50 nicht überschreiten. Das Mindestkapital beträgt KRW 10 Millionen und der Wert der Anteile sollte bei KRW 5000 liegen. Die Gesellschafter haften ausschließlich mit ihren Anteilen. Von diesen vier Unternehmensformen stehen zur Zeit nur die Aktiengesellschaft und die Gesellschaft mit beschränkter Haftung ausländischen Investoren zur Verfügung.

Zur Etablierung einer professionellen Firmenpräsenz in Südkorea ist eine initme Kenntnis der lokalen Geschäftsmentalität unumgänglich. Visitenkarten etwa erfüllen in Südkorea eine offizillere Funktion und daher auch einen deutlich höheren Stellenwert als bei uns. Für Newcomer in Asien empfiehlt sich der Besuch entsprechender Kurse und Seminare. Auch die Einrichtung einer Webseite in koreanischer Sprache und der koreanischen TLD-Endung .kr gilt als empfehlenswert. Aufgrund der kulturellen Eigenheiten des Landes sollte bei der Erstellung der Inhalte eine in Südkorea heimische Agentur mit internationaler Erfahrung beauftragt werden. Bei der Platzierung der Seite in südkoreanischen Internetsuchdiensten sollte dagegen eine deutsche SEO Agentur die Projektaufsicht behalten. Genaue Informationen bezüglich der Vergabebdingungen für .kr Domains erteilt der die koreanische Zentralregistrar NIDA. Zudem ermöglichen diverse internationale Anbieter die Registrierung von .kr Domains für Firmen über einen Treuhändvertrag.