Koreanischer Fussball

Fussball ist in Korea die beliebteste Sportart gleich hinter Baseball, und auch international geniesst der koreanische Fussball Respekt. Den Anfang machte bei der Erfolg der Nordkoreaner gegen Italien bei der Fussballweltmeisterschaft 1966, der die Italiener überraschend aus der Turnier beförderte. Bei der WM 2002 besiegte die sükoreanische Nationalmannschaft vor heimischem Publikum erst Italien und dann Spanien und verlor erst im Halbfinale knapp gegen Deutschland. Bei der WM 2010 waren sogar Vertretungen von Südkorea und Nordkorea am Start. 

Schon aus der Zeit der 3 Königreiche, also zwischen 993 und 57 vor Christus, gibt es Hinweise auf einen dem Fussball ähnlichen Sport in Korea. Die Geschichte des modernen koreanischen Fußballs beginnt mit der Ankunft eines englischen Kriegsschiffes in Korea im Jahre 1882. Bereits 1904 wurde der Sport in den Lehrplan der Fremdsprachenschule mit aufgenommen. Beim ersten offiziellen Spiel standen sich die Mannschaften Hwangson YMCA und der Korea Sports Club gegenüber. In den 1920er Jahren folgte die Gründung eines Verbandes und erste landesweite Meisterschaften. Nach inem Auftritt bei der Olympiade erfolgte schliesslich im Jahre 1954 die erste Teilnahme an der Endrunde einer Fußballweltmeisterschaft. 1956 und 1960 konnte das südkoreanische Team erstmals die Asienmeisterschaft gewinnen. 1983 bekam Korea eine eigene Profiliga. Seit 1994 ist diese Liga als K-League bekannt, wobei es im Jahre 1996 eine Lockerung gab, so dass auch Spieler aus dem Ausland in Korea spielen dürfen. Zur Zeit speilen etwa 30 Profis aus Rumänien, der Ukraine und Brasilien in der K-League.

Bekannte Fussballprofis aus Korea sind Cha Bun-Kun, der zwischen 1978 und 1988 für Darmstadt 98, Eintracht Frankfurt und Bayer Leverkusen ca. 300 mal in der Bundesliga spielte und dabei 98 Tore erzielte, Kim Joo-Sung (VfL Bochum, 1992-94), sowie der Nordkoreaner Tese Chong (seit 2010 beim VfL Bochum).