Koreanische Küche

Die koreanische Küche der chinesischen Küche nicht unähnlich, allerdings ist sie deutlich würziger. Das Nahrungsmittel Nummer eins in Korea ist der Reis, auch Hirse und Gerste werden häufig verzehrt. Gimchi, für das Chinakohl und Rettich verwendet werden, ist bei fast jeder Mahlzeit vorhanden. Zwei weitere besonders wichtige Nahrungsmittel – Dubu und Ganjang (Tofu und Sojasoße) - werden aus Sojabohnen hergestellt. Die koreanische Küche bietet viele Festspeisen, wie Reiskuchen, Reisbällchen oder Patjuk. Letzteres ist ein Brei, der aus roten Bohnen hergestellt wird und gern zur Wintersonnenwende serviert wird. Kinder bekommen zu ihrem ersten Geburtstag Mujigae tteok, farbigen Reiskuchen. Tteokguk, die Reiskuchensuppe, kommt zu Neujahr auf den Tisch. Vor allem an Festen werden die Speisen bunt gefärbt, was mit Chili, Eigelb oder schwarzen Pilzen geschehen kann.

Zu den international bekanntesten Spezialitäten der koreanischen Küche zählen Galbi - auch Galbi Gui oder Kalbi - und Bulgogi, also die dicke Rippe vom Rind bzw. Beefsteak, dünn geschnitten, mariniert und gegrillt.  Die Marinade ist nicht immer gleich, sie variiert regional. Die Marinade wird regional unterschiedlich zubereitet, fast immer mit im Spiel sind Soja Sauce, Koblauch und geriebene Birne, oft auch Sesamöl und Reiswein. Der Grill steht auf der Mitte des Tisches, an dem auch gegessen wird, ein Galbi-Festschmaus ist also ein geselliges Ereignis, und in dieser Beziehung z.b. mit dem Fondue vergleichbar.

Galbi und Bulgogi, in den USA oft unter der Bezeichnung "koreanisches Barbecue" zusammengefasst, sind weit über die Grenzen Koreas hinaus bekannt und beliebt. 2011 stand Galbi auf Platz 41 der vom US Nachrichtendienst CNN geführten Rangliste der 50 leckersten Speisen der Welt. Gegrillt wird wahlweise traditionell mit Holzkohle oder Gasgrill, auch elektrische Grills liefern gute Ergebnisse. Wichtiger ist, dass das Fleisch sehr dünn geschnitten ist - wer Galbi und Bulgogi Rezepte daheim ausprobieren möchte, kann hierzu zum Beispiel einen Brotschneider verwenden. Weitere traditionelle Gerichte, die in Korea auch heute noch gerne verspeist werden sind Bibimbap – Reis mit Gemüse und Ei, Gimbap – Reis mit Gemüse und Omelett, welches in Seetang gerollt wurde, Haemultang – Risch mit Gemüse, gekocht im Topf oder auch Japchae, Glasnudeln aus Süßkartoffeln mit Rindfleisch, Gurke und Möhre.

Ein vieldiskutiertes Kuriosum der koreanischen Küche ist der Verzehr von Hundefleisch, der auf der Halbinsel bereits seit vorgeschichtlichen Zeiten üblich ist. Zu den bekanntesten Gerichten zählen Gaegogi Jeongol (Auflauf), Gae Suyuk (gekocht) und Gaegogi Muchim (gedünstet). Das Thema ist auch in Korea nicht gänzlich unkontrovers. Je nach Umfrage geben nur zwischen 5 und 30 Prozent aller Koreaner, vornehmlich ältere Jahrgänge - an, bereits Speisen mit Hundefleisch probiert zu haben. Weiter verbreitet ist dagegen der Genuss von Elixiren wie Gaesoju, die Hundefleisch enthalten und medizinische Wirkung haben sollen.