Wasserproblematik

Mit Wasser wird die Oasenstadt Ashgabat ausschliesslich über den Karakumkanal versorgt, der mit über 1.500km der längste der Welt ist. 70% des Wassers verdunstet oder versickert - Seen und Sümpfe entstehen ungeplant noch Kilometer entfernt in der Wüste. Zudem befindet sich in Ashgabat der größte Springbrunnen sowie die längste Treppe der Welt, im Teppichmuseum befinden sich die beiden größten handgeknüpften Teppiche der Welt ("Land der Superlative").

Der Spezialisierung der turkmenischen Landwirtschaft auf den Baumwollanbau folgt eine ökologische Katastrophe, sowie eine hohe Krankheitsrate der Bevölkerung.

Trinkwasser und Grundwasser sind verseucht, nur 1/5 der Turkmenen haben Zugang zu fließendem Wasser. An einen sparsamen Umgang mit Wasser ist in Ashgabat jedoch nicht zu denken. Selbst in Neubauten ist der Einbau von Wasserzählern noch keine Pflicht. Zudem stehen Wasser, Gas und Elektrizität den Turkmenen kostenlos zur Verfügung. "Wasser ist von Gott gegeben - deshalb sollte es auch für alle kostenlos zur Verfügung stehen" (Präsident Niyasov). Niyasov will die Hauptstadt in ein "Königreich der Brunnen" verwandeln.

Stammesherrschaften und Feudalsystem seien überwunden, eine einheitliche Nation geboren. Erdölfelder werden erschlossen, 30 Bohrinseln gebaut, Gaslagerstätten erschlossen, das Land bekommt eine Infrastruktur - Straßen, Elektrizitätsleitungen, Wasser- und Gasleitungen. Nach der Unabhängigkeitserklärung hingegen wird das Kapital der russischen Okkupation weitgehend annulliert.

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